Mit MuM und MapEdit setzen die Stadtwerke Weilburg auf einen
Dienstleister, für den Entwicklung zum Programm gehört
International ist die Residenzstadt Weilburg vor
allem für ihr historisches Barockschloss bekannt – mit ihrem kommunalen Versorgungsunternehmen hat sie die Zukunft im Visier.
Bei der Sicherung der kritischen Infrastruktur
der über 14.000 Einwohner und Betriebe der
Stadt setzen die Stadtwerke Weilburg auf
MapEdit, eine Lösung für Infrastrukturmanagement von MuM, die Effizienz mit
Entwicklungspotenzial verknüpft.
Mit rund 40 Mitarbeitern betreiben die Stadtwerke nicht nur die Stromund Gasnetze, sondern sichern auch die Trinkwasserversorgung der Stadt
Weilburg mit ihren Ortsteilen. Sie planen und betreiben lokale Wärmelösungen und -netze sowie pflegen und erweitern ein über 500 Kilometer
langes Leitungsnetz. Darüber hinaus treibt das Querverbundunternehmen
regionale Photovoltaik- und Energiespeicherprojekte voran und hat Anfang 2025 die Betriebsführung des Abwasserverbands Weilburg übernommen. Mit Ausnahme des Tiefbaus erledigt das Personal sämtliche
Arbeiten selbst – und bildet für eine zukunftssichere Aufstellung ihr Versorgungsnetz auch in der MapEdit-Familie von MuM als Digitalen Zwilling ab.
Marktrecherche führt zum Anbieterwechsel
MapEdit ersetzt ArcMap von Esri – und eröffnet den Stadtwerken ein bislang unerreichtes Leistungsniveau. Nach der für den 1. März 2026 angekündigten Einstellung des Vorgängersystems war Weilburg vor der
Wahl zwischen der Migration auf dessen Nachfolger ArcGIS oder einer
innovativen Alternative gestanden. Eine intensive Marktrecherche hatte
schließlich zur Entscheidung für MuM geführt.
Entscheidungskriterien: Zukunftsfähigkeit und Standort
Parallel zum TCO (Gesamtbetriebskosten) über fünf bis zehn Jahre
war für uns vor allem die Zukunftsfähigkeit des Systems ausschlaggebend. Insbesondere im Stromsektor erwarten wir große Veränderungen“, erklärt Julian Schwarze, technischer Leiter der Stadtwerke
und Leiter Projektsteuerung und Netzdokumentation. „Neben Erfahrungsberichten hat uns daher der Ansatz von MuM überzeugt,
das Programm gemeinsam mit Netzbetreibern weiterzuentwickeln“,
erzählt Enrico Jablonski, Mitarbeiter der Planungsabteilung der
Stadtwerke. Auch der Standort Deutschland spielte eine Rolle.
„Das Vorgängerprodukt war abhängig von Entscheidungen des
US-Mutterkonzerns. MuM hingegen sitzt in Deutschland. Das gibt
uns Planungssicherheit“, ist Julian Schwarze gewiss.
Flexibilität bei der Umsetzung
Um die Datenhoheit zu behalten, entschieden sich die Stadtwerke
für den Kauf der Lizenzen mit Supportvertrag. Ein klarer Projektplan und wöchentliche Abstimmungen sorgten für eine reibungslose Migration, bei der MuM auch zusätzliche Funktionen flexibel
möglich machte, „denn als wir die Möglichkeiten der neuen Lösung
gesehen haben, wollten wir natürlich mehr haben als zunächst geplant“, schmunzelt Enrico Jablonski. Binnen weniger Monate nach
Auftragserteilung ging das System ohne Ausfallzeiten in Betrieb.
Online-Planauskunftsportal sorgt für Erleichterungen
Seither freuen sich die Mitarbeiter insbesondere über die Erleichterungen, die MapEdit den Außendienstlern bietet. Waren sie früher
auf exportierte Plandaten angewiesen, rufen sie Sachdatensätze
nun direkt ab. Das beschleunigt Planauskünfte – und Fremdunternehmen, die auf das Online-Planauskunftsportal zugreifen, profitieren ebenfalls. „Früher mussten wir für den Tiefbau PDF-Pläne
erzeugen, heute erzeugt das Auskunftsportal von MuM diese automatisch – wir erteilen nur noch die Freigabe“, erklärt Annika Koob,
Mitarbeiterin der Abteilung Netzdokumentation. Darüber hinaus
vereinfachen unkomplizierte Sachdaten- und Formularanpassungen die täglichen Arbeitsprozesse. Der Informationsgrad ist höher
geworden, die Performance besser, und alles ist rechtssicher
dokumentiert.
Klasse Support, individuelle Schulungen
Und wenn es doch einmal Fragen gibt? „Der Support ist bei MuM
echt klasse“, berichtet Annika Koob ihre Erfahrungen. „Uns wird
immer geholfen, und zwar sehr zeitnah. Grundschulungen im Vorfeld
der Migration trugen zudem zu einer nahtlosen Umstellung bei. Mit
flexibel auf die Bedürfnisse der Stadtwerke angepassten Schulungen begleitet MuM die aktuelle Einarbeitungsphase in das CADbasierte System nun noch weiter. „Es gibt ein tolles Ticketsystem,
in dem wir Schulungswünsche einstellen können. Die werden dann
abgearbeitet und an konkrete Beispiele aus unserem aktuellen Arbeitsfeld angepasst“, erzählt die Mitarbeiterin der Abteilung Netzdokumentation weiter. „Darüber hinaus finden wir online hilfreiche Informationen – ein deutlicher Vorteil gegenüber dem Vorgängersystem.“
Weiterer Ausbau geplant
Vor diesem Hintergrund haben die Stadtwerke schon jetzt den
Ausbau des Auskunftssystems im Visier: Sämtliche Netz- und
Wartungsprozesse sollen digital abgebildet werden. Statt handschriftliche Notizen sollen die Mitarbeiter dann digitale Wartungsmasken und Checklisten nutzen, Schäden direkt erfassen und
Instandhaltungsaufträge automatisch auslösen. Zuzüglich zur bereits in der Lösung integrierten Netztrennung wollen die Verantwortlichen künftig auch die Kabelschränke in den Beziehungsbaum
eingebunden haben, so dass eine Abschaltung genau verortet
werden kann. Auch der Digitale Zwilling soll – perspektivisch –
noch intelligenter gemacht. Das System bietet dafür die nötige
Flexibilität.
Für Enrico Jablonski ist die Migration zu
MuM bereits die dritte in seiner Laufbahn.
„Diese“, so hofft er, „wird die letzte sein.“