Product Lifecycle Management:

Die Ebene zwischen ERP/Warenwirtschaft und PDM/Datenmanagement

Ein Produkt besteht zunächst aus Teilen und Komponenten für deren sichere und effiziente Ablage, Klassifizierung und Versionierung ein PDM-System eingesetzt wird, wie z.B. Autodesk Vault oder Klio Enterprise. Für Einkauf, Verkauf, Stammdaten und Preise ist ein Warenwirtschaftssystem zuständig, wie z.B. SAP, Navision oder Taxmetall. Und wie werden die wichtigen Aufgaben und Prozesse rund um Entwicklung und Vermarktung eines Produkts organisiert? An der Stelle kommt Product Lifecycle Management (PLM) zum Einsatz.
 
Die wichtigsten Aufgaben eines PLM-Systems:
  • Erfassung und Organisation von Entscheidungsketten
  • Planung und Überwachung von Terminen
  • Abbildung von Prozessabläufen

Die effiziente Gestaltung der Prozesse in der Produktentwicklung und Vermarktung, das optimale Zusammenspiel aller Abteilungen - das ist PLM.

PLM ist mehr als Prozesse modellieren: Analyse und Bewertung

Denken Sie an Prozesse, die Sie jetzt mit Arbeitsanweisungen, Vorgangsbearbeitungsblättern und Checklisten versuchen, im Griff zu behalten. Durch den Einsatz einer PLM-Lösung werden diese modelliert und dadurch analysier- und bewertbar. Sie können
 
  • aus einem Prozess heraus automatische Benachrichtigungen generieren
  • Termine planen und überwachen
  • alle relevanten Daten zum Projekt verknüpfen: Kunde, Auftragsvolumen, Bearbeiter, Termine
  • Aufgabenlisten bei Statusübergängen automatisieren
  • Zeit, Auslastung und Kosten bezogen auf die Produktentwicklung erfassen
  • Kunden, Zulieferer und Entwicklungspartner integrieren
  • Grafische Statusberichte und Auswertungen generieren

PLM: ein Intelligenter Ersatz für Checklisten, Ablaufbeschreibungen, Richtlinien

  • Anwendungsbeispiel 1: Einführung eines neuen Produkts

    Sie wollen ein neues Produkt entwickeln?

    Dann sollten alle dazu nötigen Vorgänge einem genau festgelegten Ablaufplan folgen, an dem verschiedenste Personen und Abteilungen beteiligt sind.

    • Fusion Lifecycle erlaubt Ihnen, den gesamten Prozess grafisch zu modellieren, Aufgaben entstehen automatisch, die Stakeholder werden über den jeweils nächsten Schritt, der von Ihnen erwartet wird, automatisch benachrichtigt.
    • Der Prozess ist dokumentiert, der aktuelle Status ist jederzeit sichtbar, nichts wird vergessen, der Prozess wird analysierbar und kann bewertet werden.
    • Die Organisation von Änderungsaufträgen: der Prozessablauf von Änderungen wird grafisch dargestellt und somit für jeden nachvollziehbar. Der Status einer Aufgabe wird vom Bearbeiter im PLM-System gemeldet, so ist der Fortschritt von Änderungsaufträgen in Echtzeit erkennbar. Erst die Handhabung des Prozesses im PLM-System ermöglicht die Analyse, Bewertung und Verbesserung des Ablaufs.

  • Anwendungsbeispiel 2: Entscheidungskette bei einer Beschwerde

    Ihr Produkt im Einsatz funktioniert nicht so, wie es erwartet wird?

    Der Kunde schickt Ihnen eine entsprechende Email - was machen Sie damit?
    • Zunächst wollen Sie bewerten, wie wichtig die Beschwerde ist - kritisch oder unkritisch. Entsprechend soll Ihre Reaktion ausfallen: kritisch -> sofortige Reaktion erforderlich, Mitteilung an das Produktmanagement, unkritisch -> kann vom Helpdesk bearbeitet werden.
    • Die Mitteilung an das Produktmanagement erfordert eine weitere Entscheidung: muss ein Änderungsauftrag her? Wer muss mit einbezogen werden?

    Solche Entscheidungsketten lassen sich im PLM System sehr gut modellieren - und vor allem auch auswerten!
  • Anwendungsbeispiel 3: Entwicklungszeit erfassen

    Sie möchten einen Prozess einführen, um in der Konstruktion die benötigte Zeit zu erfassen?

    • Zeiterfassung ist für Konstrukteure immer eine lästige Pflicht. Lästig deshalb, da in der Regel das System gewechselt werden muss, um die Zeit einzutragen. Nicht nur das, viele arbeiten parallel an mehreren Projekten, müssen häufig das Projekt wechseln, also mehr als einmal am Tag Zeiten erfassen.
    • Aufgaben, die als lästig und unproduktiv empfunden werden, "geraten leicht in Vergessenheit".
    • Ein optimaler Prozess definiert die Zeiterfassung mit dem Einstieg ins Projekt, als Aufgabe, die z.B. direkt mit einer Statusveränderung ausgelöst wird, z.B. dem Auschecken einer Baugruppe aus dem PDM zum Zweck der Bearbeitung.

    Neben der reibungslosen Arbeitszeiterfassung bedeutet der optimiert Prozess, dass jederzeit sichtbar ist, welche Projekte zur Zeit in Arbeit sind, wer daran arbeitet und wie weit die Projekte fortgeschritten sind. Im Umkehrschluss wird ersichtlich, ob z.B. Termine eingehalten werden können.